Am 17. April begann die Saison der Jena Kernberg Giants mit zwei Spielen gegen alte Bekannte. Leider lief der Spieltag in Erfurt unter dem Motto "Im Westen nichts Neues" denn weder gegen die zweite Vertretung der Leipzig Wallbreakers als auch gegen die Erfurt Latinos II gab es für die Jenaer nichts zu gewinnen. Dabei begann man verheißungsvoll und ging gegen die Wallbreakers mit drei runs, eingelaufen durch Daniel Regner, Ingo Schmitz und Torsten Klabunde, in Führung. Bis zum Ende des vierten von fünf Innings konnte man den Vorsprung halten, allerdings konnten die Jenaer Spieler den 5 runs der Leipziger im letzten Inning nur einen entgegensetzen und so ging diese Partie leider mit dem Endstand von 12:10 verloren. Das zweite Spiel gewannen die Latinos von Chefcoach Nelson Alamo klar mit 16:10. Positiv auf Seiten der Giants erneut die Sportfreunde Schmitz (erreichte mittels 2 hits und zwei walks immer die erste Base) und Regner (3-4, 2H, 1HP).
Eine Woche später gab es gleich drei Premieren. Die Giants fuhren das erste Mal nach Naumburg und trafen dort auf die Neulinge die "Naumburg Panthers" sowie den BSC Strikers Leipzig, die in den Jahren zuvor in der Verbandsliga aktiv waren.
Die Pitcher eines Teams sind besondere Jungs. Sie haben den golden Arm, sind Spezialisten und sollten umsorgt werden wie ein Stück Mondgestein. Allerdings ist das offensichtlich eine Inselbegabung und im realen Leben sind sie nicht wirklich fähig zurechtzukommen. Anders kann man sich nicht erklären dass der eine Pitcher der Giants beim Umziehen feststellen mußte das er keine Schuhe eingepackt hatte und der andere Werfer kennt nun jedes Dorf im Umkreis von 30km um Naumburg denn in Zeiten von GPS versuchte er per Papierkarte von Erfurt nach Naumburg zu gelangen ... allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Da fiel nicht weiter auf dass der etatmäßige Second Base Mann den Weg vom Bahnhof zum Ballpark nicht fand, deshalb zu spät kam und so nur im zweiten Spiel eingesetzt werden konnte.
Der erste Gegner, die Strikers, ein offensichtlich technisch versiertes und eingespieltes Team, sind diese Jahr das Maß aller Dinge in der Landesliga. Der Jenaer Start begann leider nicht erfreulich denn nur nach 4 battern mußte Startpitcher Daniel Regner den mound verlassen und übergab, mit der ungünstigsten Konstellation bases loaded und ein out, den Ball an Torsten Klabunde. In den ersten beiden Innings wußten die Giants durchaus mitzuhalten aber in den Innings 3 und 4 wurden 3 bzw. 7 runs abgegeben sodass am Ende eine 13:6 Niederlage zu Buche stand.
Am Nachmittag hies es zum ersten Mal "Play ball!" für ein Spiel der Jena Kernberg Giants gegen die Platzherren, die Panthers aus Naumburg. Ein völlig neues Gefühl für die Giantsspieler nicht die Rookies auf dem Feld zu sein. Vor lauter Freude gewannen sie auch das Spiel ohne groß in Not zu geraten mit 15:7. Offensiv am auffälligsten waren Brandon Percle mit 3 runs, resultierend aus zwei doubles und einem single und Catcher Sebastian Vetter der sich dreimal auf die erste Base schlug. Den Sieg als Pitcher bekam Ingo Schmitz der 4 Innings pitchte und dann noch für ein Inning von Torsten Klabunde abgelöst wurde. Insgesamt eine ansprechende Leistung des gesamten Teams denn fast jeder konnte einen hit verbuchen bzw. ein komplette Runde mit einem Tritt auf die homeplate beenden.
